Workshops / Vorträge für Freitag 06.Mai bis Sonntag 08.Mai. Das öffentliche Programm von Donnertag 05.Mai findet Ihr unter Ablauf!

 

1. AG-Treffen des Inter-Trans-Wissenschafts-Netzwerk – ITWN Für: bisherige ITWN-Leute; Wissenschaftler_innen (aller erdenklichen Disziplinen, auch Studis), die zu Intersexualität oder Transthemen forschen, und die selber Betroffenheits-erfahrungen haben und/oder ausdrücklich nahestehend-solidarisch-emanzipatorisch arbeiten. Das Inter-Trans-Wissenschafts-Netzwerk wurde 2013 auf der HITT-Tagung in Hamburg gegründet; weitere Treffen fanden dort in den Folgejahren und unregelmäßig auch wochenendweise sowie in kleinerem Rahmen auf monozielgruppenmäßigen Tagungen statt. Der interdisziplinäre Austausch klinischer, naturwissenschaftlicher, geistes- und gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen ist dabei ausdrücklich erwünscht (siehe auch ausdrücklich die Zielgruppenbeschreibung).

2. Alles was „Recht“ ist – N.N. und Frank – HITT Hamburg -Mit Schwerpunkt Deutschland sollen je nach Interesse der Teilnehmenden u.a. folgende Fragen behandelt werden: Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es, Vornamen und/oder Geschlechtseintrag zu ändern? Was bedeutet die Änderung des PStG von 2013? Wie erfüllt mensch die Anforderungen von TSG und/oder Krankenkassen/MDK? Wie funktioniert die 'Genehmigungsfiktion'? Wie können andere bürokratische Hürden (z.B. bei Zeugnisausstellungen, Kinderwunsch, Eheschließung bei bestehender Lebenspartnerschaft) gemeistert werden?

3. Arbeiten mit genderdyshorisch empfindenden Kindern und Umfeldern – Johannes Wahala und Elisabeth Vlasich, LGBTIQ Beratungsstelle COURAGE Wien -Zwischen geschlechtsdysphorisch empfindenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gibt es eine Reihe von Unterschieden in der Erscheinung, im Entwicklungsverlauf und in der Behandlungsversorgung. Bei Kindern und Jugendlichen steht meist ein schneller und einschneidender Entwicklungsprozess (physisch, psychisch und sexuell) im Vordergrund. Ein wichtiger Unterschied zwischen Kindern und Jugendlichen besteht im Anteil von denjenigen, bei denen die Geschlechtsdysphorie bis ins Erwachsenenalter persistiert. Bei präpubertären Kindern lässt sich eine größere Variabilität in den Erscheinungsformen und in den Entwicklungsverläufen beobachten. Geschlechtsdysphorie in der Kindheit bleibt nicht zwangsläufig bis ins Erwachsenenalter bestehen. Verlaufsstudien mit präpubertären Kindern zeigen, dass das Erleben der Geschlechtsdysphorie nur bei höchstens 25% der Kinder bis ins Erwachsenenalter andauert. Wie können wir – Eltern, Pädagog*innen, Fachleute – adäquat mit Kindern, die sich gendernonkonform verhalten bzw. genderdysphorisch empfindenden, umgehen? Was braucht es an Einsichten und Unterstützungen in Kindergärten, Schulen und Freizeit-institutionen? Was bedeutet überhaupt eine „geschlechtssensible Pädagogik“? Wann ist eine pubertätsunterdrückende Behandlung möglicherweise angezeigt? Welche Auswirkungen hat sie für die physische, psychische und sexuelle Entwicklung des Kindes? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Sozialarbeit sowie an Eltern und Angehörige, die gerne ihre Erfahrungen austauschen und hilfreiche Möglichkeiten in der Begleitung von sich gendernonkonform verhaltenden bzw. genderdysphorisch empfindenden Kindern gemeinsam erarbeiten wollen. Welche Haltung ist hilfreich, wo gibt es Unsicherheiten, was brauchen diese Kinder und wie kann ich sie als Elternteil bzw. Fachkraft unterstützen? Fallbeispiele können gerne eingebracht werden. Im weiteren wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Angebote bereits existieren, und wobei noch Bedarf besteht.

4. Bedeutung von Kategorisierungen in Bezug auf Herrschaftsverhältnisse Naturalisierung durch Biologie und Medizin als Basis für die Unterdrückung von Menschen – Prof. Dr. Heinz Jürgen Voß, Merseburg -Der Kategorisierung und Klassifikation der Menschen kommt in der bürgerlichen, der kapitalistischen Gesellschaftsordnung zentrale Bedeutung zu. So zeigt sich historisch mit dem Aufkommen der bürgerlichen Gesellschaftsordnung, dass Menschen nach Klasse, Geschlecht und rassistisch unterschieden werden. Einige der Klassifikationen sind gänzlich neu – so der Rassismus (ein institutionalisiertes System zur Durchsetzung weißen Vorherrschaftsanspruchs, vgl. zur Definition Noah Sow „Deutschland Schwarz weiß“) und die Unterscheidung nach Klasse. Die Unterscheidung nach Geschlecht wird im Kapitalismus einerseits restriktiver und vereindeutigender, andererseits auf ganz neue Weise funktional. Im Ausblick auf das von Salih Alexander Wolter und Heinz-Jürgen Voß verfasste aktuelle Buch „Queer und (Anti-)Kapitalismus“ (Stuttgart 2013: Schmetterling Verlag) zeigt Heinz-Jürgen Voß in seinem_ihrem Input die Bedeutung von Rassismus, Klassenverhältnissen und Geschlechterverhältnissen im Kapitalismus auf, mit besonderem Blick auf die Bedeutung von Biologie und Medizin.

5. Auf dem Weg zu einer intersektionellen Beratungsarbeit: Ergebnis-Präsentation und Diskussion– María Virginia Romero Gonzales, Bildungsreferentin, Projekt Abriendo Puertas – VIA Bayern e.V., politische Aktivistin -Der Workshop richtet sich an alle Menschen, die sich mit den Themen Migration, Beratung, Intersektionalität, LGBTI*, Interkulturelle Öffnung / De-Kolonialisierung auseinandersetzen, sowohl hauptamtlich als auch/oder ehrenamtlich. Am 12. November 2015 fand in München eine Fachtagung „Neue Wege in der Beratungsarbeit mit LGBT*I* Menschen mit Migrationsgeschichte / Geflüchtete / Schwarze Menschen - Eine Intersektionale Analyse“ statt. Auf der Tagung haben sich Menschen, die Beratungs- und Begleitungsarbeit auf unterschiedlichen Gebieten leisten, kennengelernt und Vorträge über verschiedene intersektionale Themen gehört (Beratungsarbeit für Trans*Menschen, Empowerment für arbeitsuchende Menschen mit Migrationsgeschichte, De-Kolonialisierte Beratungsarbeit, Präsentation einer Studie zu Mehrfachdiskriminierung, u.a.). In diesem Workshop werden die Themen und Ergebnisse der Fachtagung vorgestellt. Danach wird mit den Teilnehmer_innen in Arbeitsgruppen weiter über intersektionale Beratungsarbeit diskutiert.

6. Begleitung von Angehörigen transident empfindender Personen – Johannes Wahalla, Elisabeth Vlasich(LGBTIQ Beratungsstelle COURAGE Wien) -Trans*Gender, Trans*Identitäten, Gender*Bending, In*Between, Gender*Fluid, Inter*Sex, Gender*Dysphorie, Gender*Inkongruenz, Cross*Dressing, Trans*Vestiten, Drag*Queens, Drag*Kings… Alle diese Begriffe bezeichnen Personen, die in unterschiedlichster Weise nicht den gängigen Vorstellungen von Geschlecht und/oder Geschlechts*Identität folgen können bzw. folgen wollen, sondern die Wege ihres individuellen Empfindens gehen. Fragen über Fragen tauchen auf und verunsichern möglicherweise fürs Erste. Was bedeutet das für Angehörige, Partner*innen, Kinder, Eltern, aber auch für Freundeskreis, Schule, Arbeitsplatz…? Kann das soziale Umfeld problemlos mit der neuen Situation umgehen oder gibt es für die einzelnen Personen Schwierigkeiten? Wenn ja, welche? Welche Lösungsansätze gibt es? Können Angehörige, Freund*innen, Kolleg*innen verstehen, was in dem Trans*Inter* Jugendlichen bzw. Erwachsenen vor sich geht, oder sind sie vorerst geschockt, irritiert, von Ängsten begleitet? All dies ist im Grunde genommen vorerst möglich und auch verständlich. Welche Unterstützungen brauchen Angehörige bzw. das soziale sowie berufliche Umfeld? Möchten sie „nur“ reden, um ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, oder/und benötigen sie Informationen? Möchten sie verstehen, was in der Person vor sich geht? Wie gehen sie mit dem weiteren Umfeld um, wenn sie angesprochen werden? Wie sagen wir das den Kindern? Was bedeutet das für mich als Partner*in? Verändert sich dadurch unsere Beziehung und wenn, wie verändert sie sich? Im Workshop wollen wir gemeinsam herausfinden, was für Angehörige bzw. das soziale sowie berufliche Umfeld wichtig ist und eine Vernetzung herstellen.

7. Butch Femme – trans* queer – Tanja, Marburg -Workshop und Erfahrungsaustausch für alle, die sich angesprochen fühlen. Die historischen und politischen Hintergründe von Butch / Femme, trans* und queer sind außerordentlich verschieden – häufig stehen die Konzepte im Widerspruch zueinander. Und gleichzeitig fühlen sich einige von uns beiden* ‚Kulturen‘ und Communities zugehörig und/oder empfinden die Selbstbezeichnungen für sich als stimmig. Wie fühlt sich das an? Worum geht es (uns) jeweils? In welchen Widersprüchen bewegen wir uns damit? In diesem Workshop möchte ich einen Rahmen bieten für Begegnung und Reflexion verschiedener Selbstverortungen, Erfahrungen und Perspektiven in Bezug auf diese Welten.

8. Cis*-Partner_innen – Nicole Metzger und Christian Weber, Schweiz Erfahrungsaustausch, Inputs und Diskussionen – Du bist nicht allein. -Ein Workshop für Cis-Frauen und Cis-Männer, also Partner_innen von Transmenschen und für interessierte psychologische Fachpersonen. Wie funktioniere ich als Cis-Mensch in der Transgender-Welt, und wie funktioniere ich als Partner_in eines Transmenschen in einer heteronormativen Welt? Es stehen genügend unbeantwortete Fragen im Raum für diejenigen Menschen, welche eine Beziehung mit Transgender-Menschen eingehen. Wir gehören ebenso zu einer Randgruppe, wie unsere geliebten, verehrten, mit uns verlobten und sogar verheirateten Transmenschen. Die aktuellsten Fragen, Erfahrungen und Ängste unserer Gruppe werden in diesem Workshop in einem geschützten Rahmen, ohne die Anwesenheit unserer Transmenschen, diskutiert.

9. Coming-out von Transpersonen am Arbeitsplatz – Sharon Zielasek, Zürich, Vorstandmitglied Transgender Network Switzerland, Projektleiterin -Impulsvortrag mit anschließendem Workshop Für Transpersonen, die ein Coming Out am Arbeitsplatz in Betracht ziehen oder planen. Transpersonen leiden u.a. unter überdurchschnittlich häufigem Arbeitsplatzverlust. Es werden Ergebnisse einer Schweizer Studie zur Arbeitssituation von Transpersonen präsentiert und ein Projekt zur Gleichstellung vorgestellt. Anschließend werden im Workshop konkrete Fälle der Teilnehmenden bearbeitet, um Wege für ein erfolgreiches Coming Out aufzuzeigen. Wir können im Workshop ca. vier konkrete Fälle besprechen.

10. Die Pubertät in Falten entfalten für 50+ - Paul Geißdörfer, rosaAlter, Beratungsstelle für Lesben, Schwule und Transgender im Alter, München -Alle Trans*menschen ab 50 Jahren sind herzlich eingeladen zu einer Gesprächsrunde über Hürden und Widerstände, Erfolge und Glücksmomente, Hoffnungen und Wünsche. Wir wollen uns in einer vertrauensvollen Atmosphäre austauschen, Geschichten aus dem eigenen Leben erzählen, zuhören, Mut machen und gemeinsam lachen. (Transition oder nicht - egal! Ich finde „pubertäre“ Gefühle kann man auch unabhängig von Hormonwerten haben, also ist das mehr als Metapher gemeint.)

11. Diskriminierung auf den „ersten Blick“ - Rassismus, Transphobie und Mehrfachdiskriminierung – Daniel O. Salaja, Antidiskriminierungsberatung BEFORE e.V., Manuel Garcia, Trans*tagung München -Erfahrungsaustausch für Menschen mit Erfahrungen im Bereich Mehrfachdiskriminierung und Rassismus In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit dem Thema Rassismus und Transphobie. Daniel und Manuel werden persönliche Erfahrungen einfließen lassen und sich gemeinsam mit den Teilnehmer*innen über Diskriminierung austauschen, die aufgrund von Äußerlichkeiten und/oder dem körperlichem Erscheinungsbild in unserer Gesellschaft zu Problemen geführt haben oder führen können - von verbaler Gewalt bis körperliche Gewalt. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist jede Form von Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Geschlecht, Behinderung, sexueller Orientierung und Alter unzulässig. Dennoch sind Diskriminierungsvorfälle in der Gesellschaft nicht selten zu beobachten. Der Grund dafür kann sein, dass wir z.B. nicht eindeutig Mann oder Frau sind oder nicht dem allgemein gültigen Erscheinungsbild von Männern und Frauen entsprechen, weil wir einen Migrationshintergrund haben, weil wir Menschen mit einer körperlichen Behinderung sind und natürlich auch viele mögliche andere Gründe und auch eine Mischung – Mehrfachdiskriminierung. Darauf wollen wir vorbereitet sein - ohne den ständigen Begleiter „Angst“ der unsere Lebensqualität einschränkt. Wir freuen uns, wenn auch andere Teilnehmer*innen aktiv an einem Erfahrungsaustausch teilnehmen und dabei ihre negativen Erfahrungen teilen können, aber auch ihre Motivation und einen positiven Umgang damit.

12. Feminines Stimmpassing – Vortrag für alle - Tina Tusch, http://www.speakerinnen.org/en/profiles/1713, Leipzig -In diesem Vortrag geht es darum, wie Menschen mit Stimme und Körpersprache Geschlecht ausdrücken, und wie mensch diesen Ausdruck ändern kann. Flüsterübersetzung ins Englische möglich

13. Feminines Stimmpassing – Workshop - Tina Tusch, http://www.speakerinnen.org/en/profiles/1713, Leipzig -Aufbauend auf den Vortrag (s.o.) können einzelne Teilnehmer_innen im Workshop in vertiefenden Übungen selbst Ansätze ausprobieren, einen feminineren Stimmausdruck zu erlernen. Flüsterübersetzung ins Englische möglich Max. 15 TN.

14. Genital-OPs für TM – Erfahrungsaustausch – Tarek Böhme, Berlin Klitpen. -Aufbau. Keine OP. Mit Hoden. Ohne Hoden. Es gibt viele Möglichkeiten. Für manche ist die Entscheidung völlig klar, und andere quälen sich jahrelang - aus den verschiedensten Gründen. Ich bin selbst mehrfach operiert und freue mich über einen offenen Austausch zwischen operierten und nicht operierten Transmännern. Wie geht es uns im Alltag mit unseren jeweiligen Entscheidungen, und haben sich unsere Erwartungen im Rückblick erfüllt? Nur für Transmänner. Max. 15 TN.

15. Hilfen zum Coming-out in Familie, Freundeskreis und Beruf – Sandra Wißgott http://www.trans-ident.de, Wolframs-Eschenbach. -Du stehst ganz am Anfang Deines Wegs und machst Dir Gedanken, wie Du Dich jemand anderem anvertrauen kannst. Wird alles gut gehen, oder verlierst Du Deine Freunde und Deinen Arbeitsplatz? Wie sagst Du es Deiner Familie? Der Workshop soll Dir Ängste nehmen und Hilfen geben, wie Du Schwierigkeiten vermeiden und den Prozess des Coming-out sozial verträglich gestalten kannst.

16. Hormone – Grundlagen, Möglichkeiten, Erfahrungsaustausch – Michaela, Halle -Hormone sind körpereigene Chemikalien, die Einfluss auf Entwicklung und situative Anpassung ausüben. Sie beeinflussen auch Empfinden und Verhalten. Hormone und vergleichbare Substanzen können ferner als Medikamente zugeführt werden, was im Zusammenhang mit Intersexualität und im Zusammenhang mit Transsexualität sinnvoll bzw. gewünscht sein kann. Nach kurzer Einführung und Übersicht über die Grundlagen möchte ich den Austausch der Teilnehmenden über ihre bisherigen Erfahrungen mit Hormonen anregen und mich für weitere Fragen zur Verfügung stellen. Max. 30 TN.

17. Ich packe meinen Koffer... – Selbsthilfesammlung – Empowerment-Workshop – K* aus Hamburg -Viele kennen während ihrer Selbstfindung oder auf ihrem Transitionsweg: Zeiten von Unsicherheit, Unzufriedenheit, Ungeduld, Hilflosigkeit, Traurigkeit, Verärgerung. Einige fühlen gar nicht viel und würden es gern. Und für andere könnte einfach noch ein bisschen mehr Freude im Leben sein. Wie auch immer: manchmal könnte eine Prise Leichtigkeit, Spaß, Freude und Zuversicht gut tun. Aber woher nehmen? Wir sammeln, was ihr an Ideen und persönlichen Erfahrungen mitbringt: Dinge die euch gut tun, persönliche Ressourcen und Strategien, Hobbys, Profi-Angebote, Do-it-yourself-Tipps... Was machst Du, damit es Dir gut geht? Bring es mit. Wir probieren vor Ort das eine oder andere aus und am Ende kann sich jede*r den eigenen Koffer mit persönlichen Lieblingsideen voll packen und mit in den Alltag nehmen... Max. 20 TN.

18. Inter* im beraterischen Kontext – Workshop & Austausch - Tobias Humer, Verein Intersexuelle Menschen Österreich, Linz; Gabriele Rothuber, Plattform Intersex Österreich, Salzburg -Für Menschen in Beratungstätigkeit, Psycholog*innen, Therapeut*innen, Sozialarbeiter*innen und –Pädagog*innen, Interessierte

Zwischengeschlechtliche Menschen sind oftmals gesellschaftlich stigmatisiert und medizinisch pathologisiert und/oder gar traumatisiert. Worauf gilt es zu achten, wenn sie in die Beratung kommen? Wie kann ihnen wertschätzend begegnet werden? Was sind NoGos? Ein Workshop für Menschen in der psychosozialen Beratung, die ihren Zweigeschlecherhorizont erweitern, mehr über die Begleitung von Inter*Menschen erfahren und sich über eventuelle Erfahrungen austauschen möchten. Max. 30 TN.

19. Inter*Treff exklusiv – Tobias Humer, Verein Intersexuelle Menschen Österreich, www.vimoe.at, info@vimoe.at -Exklusiver Raum für intergeschlechtliche Menschen, um unsere Geschichten, Erfahrungen und Gedanken teilen zu können - ohne den Druck einer Öffentlichkeit. Es können so auch Menschen kommen, die nicht geoutet sind/sein möchten. Es gibt auch eine Veranstaltung, wo Angehörige willkommen sind, hier aber nicht - bitte um Verständnis! Nur für Inter*Menschen.

20. Inter*Treff offen – Tobias Humer, Verein Intersexuelle Menschen Österreich, www.vimoe.at, info@vimoe.at -Ein Raum für intergeschlechtliche Menschen, für Eltern, Geschwister, Partner*innen, Freund*innen und andere nahestehende Personen. Es wird diskutiert, wie wir zusammen eine inter*freundliche Welt bauen können, und was für Inter*s wichtig sein kann, um sich willkommen zu fühlen. Es wäre schön, wenn hier auch viele Inter*Menschen teilnehmen! Für Inter*Menschen und Angehörige, Freund*innen, Allies.

21. Intergeschlechtlichkeit im bildungswissenschaftlichen Diskurs - Intergeschlechtlichkeit im bildungswissenschaftlichen Diskurs – Eine kritische Analyse anhand biographischer Erzählungen intergeschlechtlicher Menschen –Martina Enzendorfer, Universität Wien und Plattform Intersex Österreich -Vortrag mit gemeinsamer Diskussion/Analyse von anonymisierten Ton- und Textausschnitten biographischer Erzählungen. Richtet sich an alle Inter*essierte zum Thema Intergeschlechtlichkeit und Bildungswissenschaft/Pädagogik. Eine kritische Analyse bildungswissenschaftlicher Diskurse. Anhand biographischer Erzählungen intergeschlechtlicher Menschen werden Möglichkeiten der Inklusion des Themas Inter* im bildungswissenschaftlichen Diskurs diskutiert.

22. Intergeschlechtlichkeit in der pädagogischen Praxis – Ursula Rosen, www.kinderbuch-intersexualitaet.de. -Arbeit mit unterschiedlichen Konzepten und Materialien für die Arbeit in Kindergärten, Schulen und Jugendzentren. Für Pädagog*innen und Interessierte. Dieser dreigeteilte Workshop beginnt mit einer kurzen Vorstellungsrunde und ggf. einer thematischen Einführung. Im zweiten Teil werden verschiedener Materialien (Gedichte, Bücher, Filme, Unterrichts-einheiten, Konzepte...) zum Thema Intergeschlechtlichkeit auf ihren Einsatz in Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen in arbeitsteiliger Kleingruppenarbeit untersucht. In einem dritten Teil werden die Arbeitsergebnisse der Kleingruppen allen Teilnehmer*innen im Plenum vorgestellt und dokumentiert.

23. Intersektional queer gedacht – Naim Balikavlayan München, Netzwerk für Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V., plus ein_e weitere_r Referent_in -In diesem Workshop wollen wir uns über die unterschiedlichen Formen von Diskriminierung austauschen, die wir erleben – welche Formen gibt es, und wie unterscheiden sie sich? Wie werde ich diskriminiert? Wen diskriminiere ich? Danach können wir in Gruppen weiter diskutieren und versuchen, uns gemeinsam zu überlegen, welche Mittel und Wege es gibt, auf Diskriminierungen zu reagieren und dafür Strategien zu entwickeln.

24. Jugendcafé der frienTS - unkompliziertes Beisammensein, Austausch und Kreativ-Angebot - unter 27 Jahre - Paul, Sina, Jan, Aaron und Feli, diversity München; www.diversity-muenchen.de

Wir, die Jugendgruppe frienTS des Jugendzentrums diversity München, sind eine beliebte Trans*-Freizeitgruppe in der Region. Heute möchten wir eine „klassische“ frienTS-Veranstaltung mit euch verbringen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch einen Hipsterbeutel gestalten. Ihr könnt aber auch einfach ein bisschen entspannen und bei einem gemütlichen Gespräch gleichaltrige trans*-Menschen kennenlernen. Wir freuen uns sehr, euch kennenzulernen!

25. Juristische Anerkennung der geschlechtlichen Identität in Deutschland – Nicole Faerber -Aktuelle Situation, Entwicklungen, Wechselwirkungen und wie wir darauf Einfluss nehmen könnten und sollten. Das TSG ist ein Dinosaurier aus den 1980er Jahre. Sieben BundesVerfassungsGerichts-Urteile haben es seitdem weitgehend entkernt - es wackelt, steht aber noch. Seit Jahren kämpfen Aktivist_innen für eine grundlegende Reform. Mit einem einleitenden Vortrag wird die aktuelle Situation und aktuelle Entwicklungen beschrieben (z.B. IMAG), sowie ein Blick auf internationale Entwicklungen geworfen - Argentinien, Malta, Irland, Europarat, Europäisches Parlament etc. Im anschließenden Workshop-Teil werden gemeinsam mit den Teilnehmer_innen Wünsche und Ziele für Deutschland erarbeitet – die Politik wartet auf unseren Input!

26. Know your rights! How does EU law protect trans people? Richard Köhler, -This workshop will provide an introductory, non-technical overview of all EU legislation that explicitly protects trans people. It will cover access to and supply of goods and services; employment and social security benefits; victims of crime; and asylum. Participants will discuss in interactive group exercises specific scenarios and real-life examples. The workshop will address current limitations of EU law and present tools for civil society to advocate for a better implementation and which advocacy demands could lead to a better protection of trans people. Richard Köhler is Transgender Europe (TGEU’s) Senior Policy Officer, the European network working for the equality of all trans people. TGEU has members in more than 40 states in Europe. Richard has been for more than a decade active for trans rights in Europe. He is overseeing and implementing TGEU’s policy & advocacy work. Sprache: Englisch; könnte auch auf Deutsch gehalten werden; Folien auf Englisch.

27. Kreativ-Workshop - gefühltes Malen – Carola Huber, Kiefersfelden. www.trans-austria.org. -Der Workshop wird begleitet von Sarah Fuchs, Psychotherapeutin, Sexualberaterin, Wien Zeige durch Malen oder Zeichnen Deine Stimmung/en - wie Du Dich fühlst… Auf einem Blatt für Dich zeigst Du Deine Gefühle oder Stimmungen. Gleichzeitig liegt in der Mitte des Raumes ein großes Blatt, wo wir in der Gruppe malen oder zeichnen. Dieses Werk soll dann im Zeitraum der Tagung öffentlich aushängen. Eure selbst gemalten Bilder können auch öffentlich gezeigt werden, wenn Ihr es wollt. Mit meditativer Hintergrundmusik.

28. Labelwerkstatt – Anna Heger, München, annaheger.wordpress.com] -Richtet sich an Non-binaries oder Menschen, die sich nicht (nur) einem der beiden binären Geschlechter (männlich, weiblich) zuordnen. Label, die mir Macht geben und Kraft spenden, fremd zugewiesene Label die mir keinen Raum lassen, oder die Suche nach einer halbwegs passenden Selbstbezeichnung. Wie haben sich eure bevorzugten Label verändert, wo sind ihre Grenzen? Ich will mit euch diskutieren und persönliche Geschichten austauschen. Der Workshop ist auf eine kleine Gruppe beschränkt, damit alle zu Wort kommen, und ein persönlicher Austausch möglich ist. Max. 10 TN.

29. Laserepilation: Vorbereitung für die OP oder als nächster Schritt zum eigenen Ich – Diana Larisch, München -Powerpoint Vortrag mit Fragen fürTrans*Weiblichkeiten und Trans*Männlichkeiten. Ich zeige euch, welche Möglichkeiten der Laserepilation es gibt und werde verschiedene Ergebnisse präsentieren.

Dies kann sowohl die Epilation des Bartes bei Transfrauen betreffen wie auch die Epilation für Transmänner an der künftigen Entnahmestelle des Penoids. Wir werden auch über die Risiken sprechen.

30. LGBTIQ* refugees in Germany personal stories & activism // LGBTIQ* Flüchtlinge in Deutschland Erfahrungsberichte & Aktivismus -Ibrahim Mokdad, activist for the rights of LGBTIQ* refugees -Vortrag mit anschließender Fragerunde / Austausch This event is open to all people who are welcoming LGBTIQ* refugees. Diese Veranstaltung ist offen für alle Menschen, die LGBTIQ* Flüchtlinge willkommen heißen Sprache: Der Vortrag wird auf Englisch gehalten, und es werden Refugees anwesend sein, die eine Übersetzung ins Arabische bekommen. Ibrahim Mokdad will give a presentation of the activist work he is doing in order to help LGBTIQ* refugees in Germany and will also talk about the current situation LGBTIQ* refugees in Germany are living in. Ibrahim started his activist work because he himself is currently living in Germany as a refugee and he was persecuted in his country for being gay. He will be visiting us with four refugees who are trans*. Afterwards, there is time for questions and an exchange of ideas. Ibrahim will be there the whole time from Thursday till Sunday, and he’s hoping to meet other activists and to connect with people who are interested in the topic. Ibrahim Mokdad wird seine Arbeit als Aktivist für LGBTIQ* Flüchtlinge in Deutschland vorstellen und über die aktuelle Lage sprechen, in der diese Flüchtlinge gerade leben. Ibrahim ist LGBTIQ* Aktivist geworden, weil er selbst momentan als ein Flüchtling in Deutschland lebt und in seiner Heimat verfolgt wurde, weil er schwul ist. Er wird zusammen mit vier geflüchteten Menschen anreisen, die trans* sind. Nach Ibrahims Vortrag ist Zeit für Fragen und Austausch. Ibrahim wird von Donnerstag bis Sonntag auf der Tagung sein, und hofft, möglichst viele Aktivist_innen zu treffen und sich mit Menschen auszutauschen, die sich für das Thema interessieren.

31. LOVE yourself - DANCE yourself – Tom Schaaf, Mannheim -Authentic DANCE : Tanze Dich in Dein Zuhause – Deinen Körper. Fühl Dich mit Dir wohl, erlebe Deine Lebendigkeit, Deine Einzigartigkeit. Im Authentic Dance wird Dir ein Tanzraum ganz zum Genießen für Dich selbst aufgehalten, es ist keine Show nach außen nötig. Wir werden uns mit (alten) Ritualtänzen, Bewegungsmeditationen und intuitivem Tanz bewegen, meditieren und Spaß haben. Mitzubringen: bequeme gemütliche Kleidung, die Bewegungsfreiheit und Wohlfühen gut kombiniert, getanzt wird barfuß, mit gemütlichen Socken oder Schuhen mit weicher Sohle.

32. Loving Her – Marion, Wien -Der Workshop richtet sich ausschließlich an Freund_innen, Lover_innen und Partner_innen von trans Frauen, Transweiblichkeiten und Frauen mit Transitions-Geschichte. Wir wollen entlang vorbereiteter Fragen gemeinsam nachdenken und unsere Erfahrungen austauschen. Was bedeutet die Transition bzw. trans*Identität unserer Partnerin für uns, unseren Alltag und unser Begehren? Welche Netzwerke oder Communities sind für uns wichtig oder wünschen wir uns? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Bilder von Weiblichkeit für uns und unsere Beziehung? Sprache Deutsch (Deutsch-Englisch nach Bedarf möglich).

33. Männlichkeit - als Mann unter Männern – Christopher Knoll, Systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapeut, Beratungsstelle für schwule Männer – Sub e.V., München -Männer sind in einer patriarchal strukturierten Gesellschaft privilegiert. Aber sicherlich nicht nur. Männer konkurrieren untereinander. Das ist sozusagen ein Teil des männlichen Sozialisationsprozesses und Entwicklungsauftrages. Männer haben eine mehr als fünf Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen, sie bilden den Großteil der Gewaltopfer, drei Viertel der Selbstmörder sind Männer. Und dass Männer mit ihren Geschlechtsgenossen nicht immer solidarische Kumpel um sich haben, ist ein Punkt, der insbesondere Schwulen so manches Problem bereitet. Und sie haben oft Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu zeigen. Irgendwas kann da nicht so leicht und privilegiert sein. Aber wie gehen Männer nun wirklich miteinander um?

Und was ist der Unterschied zwischen Schwulen und Heteromännern? Wie erlebe ich meine Männlichkeit, wenn ich zusammen mit anderen Männern bin? Und: Wo sind Unterschiede zwischen Trans- und Biomännern? Diese und andere Fragen können wir in diesem Workshop gemeinsam diskutieren. Für Männer; trans*, cis*, oder…*. Max. 20 TN.

34. Mastektomie ohne Hormone und FtM-Diagnose – Will ich das? Geht das?- Erfahrungsbörse – K*, Hamburg -Für alle, die einen solchen Weg für sich in Erwägung ziehen, gehen oder schon gegangen sind. In diesem Workshop kommen Menschen zusammen, die auf dem Weg zu ihrer Mastektomie nicht den von Krankenkassen anerkannten „Transmann-Weg“ mit vorangehender Hormongabe und entsprechenden Diagnosen gehen wollen. Wir tauschen uns aus, welche Fragen es gibt, welche Wege schon erfolgreich gegangen wurden und teilen Tipps und Ideen miteinander. Der Workshop ist auch ein Versuch ein schon bestehendes kleines Netzwerk weiter wachsen zu lassen.

35. Medizinischer Vortrag Brust-Ops: Brustaufbau für TF, Mastektomie für TM – Dr. Susanne Morath, München -Power-Point Vortrag mit anschließenden Fragen - für Transfrauen, Transmänner und deren Freund_innen, Familie und alle, die das Thema interessiert. Brustaufbau bei Transfrauen und Mastektomie bei Transmännern: Welche Techniken werden in unserem Haus angewandt? Welche Voraussetzungen muss der Patient mitbringen? Was ist wichtig? Was ist möglich? Welche Vorgehensweise wird bei welcher Ausgangslage angewandt, und warum ist das sinnvoll? Was tun bei Komplikationen?

36. Medizinischer Vortrag Genital-Ops: Neovagina, Klitpen, Penoid – Dr. Jürgen Schaff, München -Power-Point Vortrag mit anschließenden Fragen - für Transmänner, Transfrauen und deren Freund_innen, Familie und alle die das Thema interessiert. Klitpen und Penoidaufbau bei Transmännern - Neovagina bei Transfrauen:

Welche Techniken werden in unserem Haus angewandt? Welche Voraussetzungen muss der Patient mitbringen? Was ist wichtig? Was ist möglich? Welche Vorgehensweise wird bei welcher Ausgangslage angewandt und warum ist das sinnvoll? Was tun bei Komplikationen?

37. Mein Fußball, mein Motorrad, meine Werkzeugkiste – Andrea, Viva TS München -WS für TF und sich weiblich identifizierende Menschen über die Rückkehr in „männliche“ Bereiche, die wir aufgegeben hatten. Text folgt in Kürze.

38. Onlinedating - Planet Romeo - Lars Bergmann, Potsdam, Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg und Mike Vito Stiens -Text folgt demnächst. Für Trans*Jungs, willkommen sind auch Cis-Männlichkeiten.

39. Penisepithesen – Ja! zu mehr Lebensqualität – Sofia Koskeridou - Institut für Epithetik Norderstedt (Hamburg) -Sofia Koskeridou und ihr Institut für Epithetik bieten in entspannter Atmosphäre eine Informationsplattform und offenen Austausch zu folgenden Themen: - Penis-Hoden-Epithesen und Ästhetische Angleichung nach Penoidaufbau - Welche Funktionen erfüllt die Penis-Epithese? - Fixation/Befestigung der PE und Klebetechnik - Antrag an die Kostenträger und Klärung bei Fragen im Widerspruchsverfahren.

40. Playfight Teil 1 – Dorian Bonelli, Wien Playfight - spielerisches Kämpfen: Diese Form der Begegnung –eine Eins-zu-eins-Konfrontation mit einer*m selbstgewählten Gegner*in in der Mitte aufmerksamer Zuschauenden –bietet die Möglichkeit, sich unmittelbar und unverkopft kennenzulernen und in der eigenen Kraft zu erleben.

In der körperlichen Auseinandersetzung, die spielerisch, kämpferisch, leidenschaftlich oder auch ganz anders verlaufen kann, kommen wir in Kontakt mit allen Stärken, Schwächen, Empfindungen, Bedürfnissen, die eben da sind. Ob animalisch, erotisch oder verspielt Playfighten öffnet den Raum für Selbsterfahrung und Spaß, wildes Balgen und Urgeschrei. Immer wird es Ausdruck und Erfahrung eurer eigenen Leidenschaft sein und eine ganz besondere körperliche Erfahrung. Eine gewisse Grundfitness sollte vorhanden sein, ansonsten sind keine Vorkenntnisse nötig. Empfohlen wird bequeme Kleidung ohne Applikationen und eine eigene Trinkflasche. Max. 40 TN.

41. Playfight Teil 2 – Dorian Bonelli, Wien

42. Plötzlich alles anders?! - Transition in der Partnerschaft – Meya Luna, Berlin -Für CisPartner*Innen von trans*Menschen, deren Outing während der Partnerschaft stattfand. Das Outing als trans* und die Zeit der Transition, die darauf folgen kann, stellt eine Partnerschaft vor ganz neue Herausforderungen. Mögliche Veränderungen des Körpers, der Sexualität, der Außenwahrnehmung, aber auch die Auseinandersetzung mit Familie und Freunden können die Beziehung auf eine harte Probe stellen. In diesem Workshop ist Platz für alles: Schwierigkeiten, Ängste und Unsicherheiten, aber auch Erfolge, positive Veränderungen und Chancen! Diese Erfahrungen können hier mit Menschen geteilt werden, die wissen, wie wunderbar und anstrengend diese Zeit sein kann. Der Workshop richtet sich auch an Menschen, die in nicht-monogamen Beziehungskonstellationen leben.

43. Polit-Werkstatt: Für einen genderqueeren Forderungskatalog – Jonas Alexander und K*

44. Projektchor Teil 1 – Catherine Jolles Text folgt in Kürze

45. Projektchor Teil 2 – Catherine Jolles

46. Psychosoziale Beratung im Kontext von Trans*geschlechtlichkeit – Vortrag mit Diskussion – A. Wolnik, Dortmund -Trans*geschlechtliche Personen sind besonders diskriminierenden und gewaltförmigen Situationen ausgesetzt, die sich negativ auf den psychosozialen Gesundheitszustand auswirken. Ein professionelles, niedrigschwelliges Beratungsangebot könnte sie darin unterstützen, jene Schwierigkeiten zu bewältigen und zu ihrem Wohlbefinden beizutragen. Dieser Input stellt die Ergebnisse des aktuellen Wissensstands im Hinblick auf die explizit wissenschaftliche Literaturlage im deutschsprachigen Raum dar. Bestehende Lücken bezüglich einer bedürfnisorientierten, psychosozialen Beratung(-sforschung) werden transparent gemacht und diskutiert.

47. Qi Gong und Körperwahrnehmung – Markus Kunas, München, Tänzer, Kampfkunstlehrer, Tanztherapeut i.A. -Qi Gong ist eine Jahrtausende alte chinesische Tradition, den Fluss des Qi, unserer Lebensenergie, zu harmonisieren und wieder zu kräftigen. Der Workshop vermittelt leicht nachvollziehbare Bewegungssequenzen, Atemübungen und sanfte Dehnungen des „weichen Qi Gong“, die uns gleichzeitig entspannen und zentrieren, lockern und energetisieren sowie unsere Körperwahrnehmung dauerhaft vertiefen können. Der Kurs richtet sich an Interessierte aller Altersgruppen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

48. Quo Vadis trans*-Gesundheitsversorgung – Nicole Faerber -Die aktuelle Praxis der Gesundheitsversorgung für trans* Menschen ist nicht mehr zeitgemäß, dies wissen auch die „Expert_innen“. Doch wohin streben aktuelle Entwicklungen? Was wird mit/nach ICD-11 passieren? Wohin weisen aktuelle Entwicklungen, der WPATH, EPATH, AWMF (für Erwachsene und Jugendliche), Gesetzgebungsverfahren im Ausland, Resolutionen von Europarat und Europäischem Parlament, World Medical Association etc.? Welche Rolle kann die psychologische Fachrichtung dabei weiter einnehmen? Welche nicht? Welche Rolle spielen die Kostenträger? Wie beeinflusst dies trans* Menschen, direkt und indirekt? Mit einem Vortrags-Input wird das Thema eingeleitet, um dann gemeinsam mögliche Ziele und Zielrichtungen zu diskutieren und formulieren.

49. Reclaim your Body - Teil 1 – Nino und Niklas, Berlin -Bei diesem Workshop soll es darum gehen, sich selbst durch den eigenen Körper in Form von Bewegung und durch Kontakt mit anderen positiv zu erfahren. Wir werden uns durch verschiedene Übungen achtsam, respektvoll und spielerisch dem eigenen Körper nähern, uns in der Gruppe durch verbalen und auch nonverbalen Austausch auf verschiedenen Ebenen begegnen. Keine der Übungen erfordert irgendeine Art des Vorwissens, körperliche Befähigung oder körperliche Fitness. Es gilt lediglich die Bitte, behutsam mit den eigenen und den Grenzen anderer umzugehen. Es gibt keinen Zwang alle Übungen mitzumachen. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Max. 20 TN.

50. Reclaim your Body - Teil 2 – Nino und Niklas, Berlin

51. Selbstverständlich Inter*?! – Sefik_a Mai, inter*trans*view, Wuppertal -Für Inter* und Partner_innen. Wer bist Du? Was macht Dich aus? An welchen Orten bist Du frei? Wo bedrängt Dich die Enge anderer Menschen? Was ist gut so wie es ist? Was möchtest du ändern? Ein moderierter Austausch über unsere vielfältigen Leben als Inter*.

52. Selbstwahrnehmung und Fremddarstellung in den (sozialen) Medien – Franziska aus Hamburg

Trans-Themen werden immer häufiger in den internationalen und auch in den deutschen Medien behandelt. Lasst uns darüber diskutieren, welche Klischees uns dabei auffallen, und welche Aspekte besonders häufig das Interesse von Journalist_innen auf sich ziehen. Und worüber berichten wir, wenn wir selbst das Wort haben? Durch die sozialen Medien ist eine vielfältige Gegen-Öffentlichkeit aus Blogs und Videotagebüchern entstanden. Wie sprechen wir selber über unsere Erfahrungen und welche Schwerpunkte setzen wir dabei? Sprache: Deutsch (optional Englisch).

53. Stärken und Schwächen von „Trans*“ – TJC, Berlin -Trans*‘ haben es häufig nicht leicht in der Gesellschaft...oder doch? Zumindest sind sie Teil der Gesellschaft und bilden die Gesellschaft in ihrer Vielfalt auch ab. Trotzdem werden sie von der Gesellschaft häufig als ‚anders‘ betrachtet. Warum? Was sind die ‚besonderen‘ Schwächen von ‚Trans*‘, die zu einer solchen Betrachtung führen? Und wie lassen sich diese vermeintlichen Schwächen vielleicht kaschieren oder ins Positive umwandeln? Gibt es vielleicht auch besondere Stärken von ‚Trans*‘? In diesem Workshop soll es darum gehen, sich intensive Gedanken über die Stärken und Schwächen von ‚Trans*‘ im Rahmen der Gesellschaft Gedanken zu machen, diese zu sammeln und einen idealen Umgang mit den Stärken und Schwächen im gesellschaftlichen Kontext zu finden.

54. Tanzend in Begegnung kommen - Contact Improvisation – Markus Kunas, Tänzer, Kampfkunstlehrer, Tanztherapeut i.A., München -Contact Improvisation entstand in den 70er Jahren in den USA und hat sich seitdem global als soziales Phänomen verbreitet. Zentrale Prinzipien dieser zeitgenössischen Tanzform sind ihr experimenteller und spielerischer Charakter, das Bewahren einer absichtslosen Aufmerksamkeit sowie der kontinuierliche wandernde Körperkontakt zwischen zwei, drei oder mehr Tänzern. Der Workshop bietet einen leichten Einstieg für alle Interessierten, gerade auch Nicht-Tanz-Erfahrene, Vorkenntnisse sind nicht nötig.

55. Theater – Maj-Britt Klenke, München -Bei diesem Workshop können wir gemeinsam, mal mit und mal ohne Sprache, die Basics der Schauspielerei kennenlernen und ausprobieren. Wir werden improvisieren, durch den Raum laufen, uns gegenseitig zuschauen, aufeinander reagieren, miteinander spielen. Max. 10 TN.

56. Therapie und Gutachten: Leitlinie, Problematik der Beurteilung durch den MDK – Dr. Christian Vogel, München -Power-Point Vortrag mit anschließenden Fragen. Welche Probleme gibt es aktuell mit dem MDK bei der Beurteilung für die Kostenübernahme? Was sagt die aktuelle Leitlinie und wie ist die Vorstellung der neuen Leitlinie, die derzeit von einem Ärztegremium überarbeitet wird? Was bedeutet das für die Betroffenen?

57. Trans* Diagnose vs. Realität - ein kritischer Bericht aus der Praxis- Dipl.-Psych. Meike Mentzel, Berlin Vortrag mit anschließender Diskussion Die engen Grenzen der ICD-10 Diagnose bringen viele trans* Menschen, aber auch Behandler*innen in eine Zwickmühle. Die Haltung, dass trans* Selbstdefinition und Gender eine Verortung auf einem nicht-binären Kontinuum ist, endet zurzeit, sobald es um Unterlagen für die legale und körperliche Transition geht. Ein selbst- und systemkritischer Vortrag über den Status Quo der psychotherapeutischen Praxis mit anschließender Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Veränderung.

58. Trans* at Work - Prävalenz, Auswirkungen und Verhalten im beruflichen Umfeld – Stefan Balk, Wirtschafts- und Organisationspsychologe– Amtzell. -Vortrag mit anschließender Diskussion Der demografische Wandel und der damit einhergehende zukünftige Mangel an Fach- und Führungskräften verstärken den Druck auf Unternehmen und Organisationen, sich Personengruppen zu öffnen, welche bisher bei der Personalgewinnung nicht berücksichtigt wurden oder sogar nicht erwünscht waren. Hierzu zählen Menschen, die ihre Geschlechtsidentität nicht eindeutig den biologischen Geschlechtern „Frau“ oder „Mann“ zuordnen können bzw. wollen oder die etablierten Geschlechterrollen ablehnen. Dieser Vortrag setzt sich damit auseinander, wie hoch der Anteil betroffener Menschen ist, und wie sich Unternehmen und deren Mitarbeiter_innen gegenüber diesen Personen verhalten. Die Analyse einer branchenübergreifenden anonymen Online-Umfrage bei 330 Teilnehmer_innen verifiziert bestehende Daten und Studien der Trans*- und Genderforschung.

59. Trans* ohne OPs - für alle Menschen die nicht transitionieren wollen – Erfahrungsaustausch – Mike Vito Stiens, Berlin -In dem Workshop geht es um einen Erfahrungsaustauch von Trans*Personen, die dauerhaft ohne OP leben wollen oder darüber nachdenken.

60. Trans* und Religion – Carola Huber, Kiefersfelden -www.trans-austria.org und eine evangelische Pfarrerin die den Transweg ging In den Religionen werden Transgender und Homosexuelle stark ausgegrenzt oder in ihren Sakramenten eingegrenzt. Gott schuf uns in seinem Ebenbild - Warum gibt es in der Schöpfung uns Regenbogenseelen? Universelle Liebe Gottes für „alle Seelen“?

61. Trans* und Sucht – TRANS SUCHT GENDER sucht SUCHT trans gender sucht SUCHT sucht TRANS SUCHT GENDER - Sabine Härtl, extra-ambulant München -Zu diesem Workshop sind alle herzlich eingeladen, die sich für das Sucht-Thema interessieren, selbst betroffen sind oder wegen eines/einer Angehörigen besorgt sind. Für Trans*Menschen ist die Sucht-Thematik insofern von Bedeutung, als psychische Belastungssituationen, Schwierigkeiten bei der Identitätsfindung und Integrationsschwierigkeiten in rigide gesellschaftliche Normen die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung begünstigen können. Hinzu kommen Studienergebnisse, die von einem erhöhten Risiko für gefährdenden Alkohol- und/oder Drogenkonsum durch die Traumatisierung aufgrund von Transphobie und Gewalt ausgehen. In diesem Workshop soll es darum gehen, was Abhängigkeit bedeutet, wie sie entstehen kann und wo man/frau sich Hilfe holen kann. Dazu gibt es Infos und Anregungen zur Selbstreflexion. www.extra-ev.org: Unser gendersensibles Beratungs-Angebot ist für alle Frauen offen, unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Sprache Deutsch, Möglichkeit zur Beantwortung von Fragen auf Englisch.

62. Trans*Aktivismus in Honduras – Kendry Hilton, Arcoiris, Honduras Ag./ Ökumenisches Büro München e.V. -Vortrag / Info-Veranstaltung mit anschließender Fragerunde. Im Juni 2015 und im Januar 2016 wurden die Trans*Aktivistinnen Angy Ferreira und Paola Barraza in Honduras auf offener Straße erschossen. Die dortige Trans*Community ist täglich Gewalt, Einschüchterungen und Bedrohungen ausgesetzt. Morde sind keine Seltenheit. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Trans*Frau in Honduras liegt bei 35 Jahren. Auf dieser Info-Veranstaltung wird die hondurische Trans*Aktivistin Kendry Hilton von der LGBTI*-Aktivist_innen-Gruppe Arcoiris (=„Regenbogen“) über das Leben der Trans*Frauen in Honduras berichten, und uns dann einen Einblick in die aktuelle Lage geben. Danach gibt es Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich weiter auszutauschen. Sprache: Spanisch mit Übersetzer_in.

63. Trans*Jugend allgemein (bis 27 Jahre) – Paul, Sina, Jan, Aaron und Feli, frienTS - diversity München; www.diversity-muenchen.de -In diesem Angebot dreht sich alles um die spezifischen Herausforderungen von Trans*-Jugendlichen. Vom Outing an Schule/Ausbildung/Uni, bis hin zum Umgang mit den Eltern hat hier alles Platz. Egal, ob Du viele Fragen hast, oder Deine Erfahrungen mit anderen teilen möchtest, Du bist herzlich willkommen! Dieses Angebot lebt auch vom Erfahrungsaustausch. Du bist daher herzlich eingeladen, eigene Themen mit einzubringen. Wir freuen uns auf Dich!

64. Trans*Jugend Sexualität und Partnerschaft (bis 27 Jahre) – Paul, Sina, Jan, Aaron und Feli, frienTS - diversity München, www.diversity-muenchen.de -In diesem Angebot dreht sich alles um Sexualität und Partnerschaft. Mit diesen Themen fühlen sich viele Trans*-Jugendliche eher unsicher. Wir wollen Unsicherheiten reduzieren und Fragen klären. Egal, ob Du viele Fragen hast, oder Deine Erfahrungen an andere weiter geben möchtest, Du bist herzlich willkommen! Dieses Angebot lebt auch vom Erfahrungsaustausch. Du bist daher herzlich eingeladen, eigene Themen mit einzubringen. Wir freuen uns auf Dich!

65. Trans*Prozess - Gutachterverfahren und Medizinischer Weg – Gabriel Wichmann -Vortrag, ggf. Infoaustausch unter den Anwesenden. Info für alle die VÄ /PÄ oder/ und operative Maßnahmen erwägen. In meinem Vortrag möchte ich einen Überblick geben, wie der Trans*weg in vielen Fällen. beschritten wird/werden kann, worauf sich Menschen bei Begutachtung für die Namensänderung einstellen können, und was vor den operativen Maßnahmen „zu erledigen“ ist. Ich möchte mögliche Unsicherheiten und Ängste ausräumen und hoffe, alle Fragen in dem Zusammenhang klären zu können.

66. Trans*sozialisation – Thilo, Berlin Für trans* Menschen/ Menschen mit Transvergangenheit -Eine männliche Sozialisation bei Jungen und weibliche Sozialisation bei Mädchen gelten allgemein als wichtige Faktoren bei der Entwicklung eines Menschen – aber wie verhält sich das eigentlich bei trans* Menschen? Wo würdest Du Dich als männlich oder weiblich sozialisiert beschreiben, was verstehst Du überhaupt darunter? Was von dem, was Dir heute an Dir wichtig ist, hast Du bekommen, was konntest/musstest Du Dir erkämpfen, und welchen Erfahrungen hungerst Du immer noch nach? Wo waren Hindernisse, wo Vorbilder und Ansporn? Ziel des Workshops ist in erster Linie die positive Auseinandersetzung mit den eigenen (Sozialisations-)Erfahrungen in Kleingruppen, Austausch und Diskussion.

67. Transfrauen und Post-Op Sex - Louzie, Berlin, http://www.speakerinnen.org/en/profiles/1073 -Erfahrungsaustausch für Transfrauen Wie hat sich meine Sexualität verändert, seit ich eine genitalangleichende Operation gemacht habe? Was ist besser geworden, was schlechter, was vielleicht einfach nur ganz anders? Hat sich mein Begehren verändert? Mein sex-drive? In einem geschützten Rahmen wollen wir uns über unsere Erfahrungen austauschen. Sprache: Deutsch oder Englisch, aber einsprachig.

68. Transmänner und „ihre Frauen“ Teil 1 – Mark aus Nürnberg & Timo von TransPeople, Erlangen -Teil 1: richtet sich gezielt an Transmänner und Transmännlichkeiten (Eigendefinition), die (auch) gerne Sex und/oder Beziehungen mit Frauen/Weiblichkeiten (Eigendefinition) haben oder haben wollen. Welche Erwartungen haben wir an „unsere Sex- und/oder Beziehungspartnerinnen“ und an uns selbst? Mit welchen Erwartungen werden wir in diesen Begegnungen konfrontiert? Gibt es besondere Paardynamiken und Beziehungsmodelle zwischen Transmännern und „ihren Frauen“? Wie gehen wir, unsere *Partnerinnen mit unserer „Transmännlichkeit“ (von Körper bis Sozialisation) um, bzw. welche Reaktionen erleben wir? Gibt es besondere Bedürfnisse und Bewältigungsstrategien? Outing: ja/ nein, wann, Erfahrungen damit, Im Workshop möchten wir erarbeiten, wie unser „Transsein“ diese Begegnungen und Beziehungen beeinflusst und danach auf dieser Grundlage darüber diskutieren. Auch Teilnahme ohne Deutschkenntnisse möglich und erwünscht, die Workshopleiter würden die Workshops dann entsprechend zweisprachig (deutsch/englisch) anleiten.

69. Transmänner und „ihre Frauen“ Teil 2 – Mark aus Nürnberg & Timo von TransPeople, Erlangen -Teil 2: Zielgruppe wie oben plus die potenziellen Partnerinnen.

70. Transmisogynie – Louzie, Berlin, http://www.speakerinnen.org/en/profiles/1073 -Für Trans*Weiblichkeiten und Allies aller Gender. Transmisogynie ist die spezifische Diskriminierung, die Menschen trifft, die weiblich und/oder feminin auftreten, von ihrer Umwelt aber für „eigentlich männlich“ gehalten werden. Ich will mit euch darüber sprechen, wie Transmisogynie funktioniert, wo sie auftritt, und was wir dagegen tun können. Sprache: Deutsch oder Englisch, einsprachig.

71. Tresengespräch für alle: „Wann ist ein Mann ein Mann?“ – Moderation Jan Suren Möllers und Kay P. Rinha -„Wann ist ein Mann ein Mann“ darüber diskutieren wir mit verschiedenen Männern, die wir eingeladen haben. Bisher haben ihre Teilnahme zugesagt: Andreas (Bavarian Mr. Leather), Lars (Rita Sport und Landeskoordinator lesbischwule und trans* Belange in Brandenburg), Dorian (Fahrradbote und Künstler aus Wien). Es sind weitere Teilnehmende eingeladen und angefragt. Tresengespräch heißt, man darf sowohl weit ausholen, als auch zurückrudern und nicht jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt. Denn so jung kommen wir nie wieder zusammen!

72. Vortrag TSG-Reform: Entwurf eines Geschlechtsidentitätsgesetzes – Dr. Laura Adamietz -Im Rahmen der Interministeriellen Arbeitsgruppe „Inter-/Transsexualität“ (IMAG) hat das Bundesfamilienministerium ein Gutachten zur Reformbedürftigkeit des TSG in Auftrag gegeben. An der Humboldt-Universität Berlin werden derzeit die aktuellen Verfahrenshürden vor den Amtsgerichten evaluiert sowie ein Reformvorschlag für ein neu zu fassendes Geschlechtsidentitätsgesetz erarbeitet.

Dr. Laura Adamietz publiziert zu Trans*und Inter*Menschenrechten und vertritt als Rechtsanwältin viele Trans*Menschen. Sie ist Teil der Projektgruppe und wird den Gesetzentwurf auf der Trans*Inter*Tagung vorstellen.

73. Unisexism – „I AM AN UNISEXIST–Versuch einer Verortung “ Vortrag der UNISEXISM-Initiative, http://www.unisexism.org -Der Vortrag beschäftigt sich mit der Idee UNISEXISM und der damit verbundenen Forderung nach einer absoluten Gleichstellung der Geschlechter. Dabei werden die Grundkonzepte von UNISEXISM vorgestellt, gesellschaftlich sowie historisch kontextualisiert und im aktuellen Diskurs verortet. Nach dem Vortrag sind alle Zuschauenden eingeladen, über die vorgestellten Thesen und Forderungen zu diskutieren.

74. Was bist Du wirklich? Äußere Erscheinung und inneres Erleben – Gaby Kreuz, Ludwigshafen -Dies ist ein Workshop für alle Menschen zum Mitmachen und sich selbst Erleben. Vorläufiger Ankündigungstext: Kein Mensch ist hundert Prozent männlich oder weiblich. „Der“ Mann und „Die“ Frau sind Ideale unserer soziokulturellen Tradition und jeder Versuch, einem solchen Ideal zu entsprechen, endet naturgemäß in Enttäuschung und Frustration. Doch was bist Du wirklich? Kennst Du den Platz Deiner geschlechtlichen Identität und Orientierung? Wie wirst Du von Deiner Umwelt wahrgenommen? Mit einfachen Körper- und Bewusstseinsübungen kann dieser Workshop Dir zu einer besseren Selbstwahrnehmung und neuem Selbstbewusstsein verhelfen. Jede*r Teilnehmende ist den anderen dabei achtsamer und liebevoller Spiegel ihrer Außenwirkung für die Umwelt. Max. 24 TN.

75. „Was ist es denn?“ – Praktische Hilfestellungen für medizinisch Tätige im entpathologisierenden und menschenrechtsbasierten Umgang mit Intersex - Gabriele Rothuber, Plattform Intersex Österreich, Salzburg; Tobias Humer, Verein Intersexuelle Menschen Österreich, Linz -Hebammen, Kinder- und Säuglingsschwestern/-pfleger, Mediziner*innen sollten davon ausgehen, in ihrer Berufslaufbahn auch Inter*Neugeborene oder -Kinder und deren Eltern zu begleiten. Und sie sollten sich ihrer wichtigen Rolle dabei bewusst sein: Was brauchen Eltern, die ein zwischengeschlechtliches Kind auf die Welt bringen? Wie kann ich unterstützen? Wo gibt es Hilfe und Vernetzung? Damit Kinder so aufwachsen dürfen, wie sie sind: Babies are born in a perfect way! Workshop und Erfahrungsaustausch für Hebammen, Kranken- und Gesundenpfleger*innen, Mediziner*innen, Interessierte. Max. 25 TN.

76. Wechselwirkungen: Trans*-Inter*-Gesundheit - Mein Körper ist mehr als ein Geschlecht - Anonym -Für Menschen mit körperlichen Vorbelastungen, aber auch für intersexuelle Menschen spielen Fragen der körperlichen Integrität, Selbstbestimmung und Gesundheit oft eine zentrale Rolle. Die Medizin und damit auch der konventionelle medizinische und soziale Transitionsweg geht von einem „normalen“, „gesunden“ männlichen oder weiblichen Körper aus. Hormonwerte und OP-Methoden, aber auch Gutachten und psychologische Betreuung basieren auf dieser normierten Grundlage. Aber was passiert, wenn wir körperliche Voraussetzungen mitbringen, bei denen diese Normwerte nicht funktionieren? Ärzt*innen und Psycholog*innen sind oft überfordert und reagieren teilweise unangemessen. Auch im Freundeskreis und in trans* oder inter* Gruppen kann eine solche Gemengelage stark isolieren. Der Workshop richtet sich ausschließlich an selbst Betroffene, die sich aufgrund von körperlichen Diagnosen, Vorbelastungen und Symptomen mit den medizinischen, emotionalen und sozialen Wechselwirkungen auseinandersetzen müssen. In diesem Workshop können leider nicht besprochen werden: - psychologische oder psychiatrische Diagnosen und Wechselwirkungen (z.B. Borderline und trans, oder Wechselwirkungen zwischen Psychopharmaka und Hormonen etc.) - politische oder soziale Konzepte wie Intergender - Spekulationen über eine mögliche Intersexualität Für den Zweck dieses Workshops wird der Begriff Intersexualität weit definiert und umfasst auch alle körperlichen und hormonellen Varianten wie zum Beispiel Hypospadie, PCOS, geschlechtliche Varianten im Zusammenhang mit Contergan und anderen Fehlbildungen, etc.

Ziel des Workshops ist eine erste Bestandsaufnahme und ein Austausch über Bedürfnisse und Lösungsansätze.

77. Weiblich - Männlich: Und ich? Leben mit der Intergeschlechtlichkeit – Ursula Rosen Dieser -Workshop soll in erster Linie dem Austausch von intergeschlechtlichen Menschen und deren Angehörigen (z.B. Eltern) dienen. Ob gegebenenfalls eine Aufteilung der Gruppe in Kleingruppen (z.B. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Eltern…) sinnvoll wäre, kann erst im Verlauf des Workshops entschieden werden. Die Gesprächsthemen werden von der Gruppe bestimmt.

78. What you say is what you get – Thilo und Jan, Berlin -In diesem Workshop geht es darum, verbale und nonverbale Kommunikation für sexuelle Situationen zu üben, um Wünsche, Grenzen und „Besonderheiten“ klar und respektvoll zu kommunizieren. Wir leiten Übungen zur Selbstreflektion, zum genauen Zuhören und zum Entwickeln oder zur Erprobung von Gesten und Formulierungen an und geben Raum für den Austausch untereinander. Wir haben diesen Workshop aus unseren eigenen männlich/trans-männlichen Erfahrungen heraus entwickelt es sind aber alle Gender willkommen.

79. Workshop für Paare – Christopher Knoll, Systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapeut Beratungsstelle für schwule Männer – Sub e.V. , München -Für Paare, egal ob trans-trans oder trans-cis. Das Wichtigste in einer Beziehung ist nicht die Fähigkeit zur Harmonie, sondern der gelungene Umgang mit Krisen. Denn wenn man eine Krise als das sehen kann, was sie meist ist – nämlich der gegenseitige Wunsch nach Verbesserung der Beziehung – dann ist man besser für die Stürme des Lebens gewappnet. Wir wollen in dem Workshop mit heterosexuellen, lesbischen und schwulen Trans-Trans- oder Trans-Cis-Paaren bestimmte Paar-Dynamiken und Paar-Kommunikationen ansehen. Dazu gehört neben der Dynamik, die sich zwischen den Partner_innen entwickelt, auch die Dynamik, die sich zwischen dem Paar und seiner Umwelt ergibt – und dem jeweiligen kommunikativen Aushandeln. Akute Krisen können in dem Workshop nicht aufgefangen bzw. aufgearbeitet werden. Max. 10 Paare.

info@transtagung-muenchen.com